Wichtiger Hinweis zu Batterien

Wichtige und nützliche Hinweise für die Stromversorgung an Bord, im Caravan, sowie Wissenswertes für eine lange Lebensdauer Ihrer Batterie.

Beginnen Sie Ihre Saison, Ihren Törn, Ihre Angelausfahrt, Ihre Reise stets mit einer vollgeladenen Batterie. Während der Saison nützen Sie jede Gelegenheit zum Aufladen Ihrer Batterie. Nach Beendigung der Saison, bzw. unmittelbar nach Beendigung eines Törns, Ihrer Reise, usw., muss die Batterie unbedingt wieder voll aufgeladen werden. Es ist empfehlenswert, dies länger als 12 Stunden über ein entsprechend starkes Automatikladegerät zu tun. Auch entsprechend starke Solarpaneele sind dazu geeignet, es ist jedoch sicherzustellen, dass mehr Ladestrom vorhanden ist, als zum Ausgleich der Selbstentladung benötigt wird.

Absolut wartungsfrei bedeutet: Sie müssen während der gesamten Batterielebensdauer keine Säurestandskontrollen durchführen, keine Pole einfetten (ausgenommen bei Korrosionsgefahr z.B. durch salzhaltige Luft) und kein destilliertes Wasser nachfüllen.
Absolut wartungsfrei bedeutet nicht: Sie dürfen die Batterie in Bezug auf die Ladung vernachlässigen.

Wichtig! Vor geplanten längeren Standzeiten, wie z.B. in der Winterpause, muss die Batterie voll aufgeladen und der + Pol abgeklemmt werden. Es dürfen nur voll geladene Batterien eingelagert werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass eine Blei/Säurebatterie bis zu 15% Selbstentladung pro Monat hat, hermetisch verschlossene Rekombinationsbatterien 3% bis 5% und GEL- Batterien 2% - 4%. Dies ist immer abhängig von der Temperaturumgebung, in der sich die Batterie befindet. Je wärmer, desto mehr Selbstentladung. Die geringsten Werte sind bei Temperaturen um 20° C gegeben.

Der Akku ist ein Stromspeicher. Die entnommene Kapazität muss der Batterie wieder zu 100% zurückgeführt werden. Das Bordladegerät ist in der Regel das wichtigste bzw. stärkste Hilfsmittel, die Versorgungsbatterie wieder zu 100% aufzuladen. Auch eine Lichtmaschine oder starke Solarpaneele sind dazu in der Lage.
Wichtig jedoch ist, den Ladezustand vor Einlagerung genau zu überprüfen. Ein Ladegerät, das keine Nachladestufe hat und automatisch abschaltet, wenn 14,1/14,2 Volt erreicht sind, schadet der Batterie in der Form, dass der Prozess einer chemischen Reaktion in der Batterie einsetzt, wenn Selbstentladung fortschreitet oder auch durch Verbraucher die Spannung unter 12,3 Volt sinkt.
Die Folge ist eine Sulfatierung der Batterieplatten, die dadurch langsam zerstört werden. (Siehe jedoch "MEGAPULSE", dieses Instrument kann bei Sulfatierung Abhilfe schaffen!)
Ein gutes Ladegerät, dessen Ladekennlinie mit einem "U" endet, schaltet automatisch je nach Einstellung am Ladegerät (Blei/Säure oder GEL- Batterieladung) auf eine konstante Erhaltungsspannung von 13,5 bzw. 13,8 Volt um, wodurch bei Stehzeiten die Selbstentladung der Batterie ausgeglichen wird. Wenn keine Stromquelle vorhanden ist, kann die Selbstentladung bei Stehzeiten auch durch gute Solarpaneele mit geringerer Leistung ausgeglichen werden.

Funktionsweise des Bleiakkumulators (Grundzüge)
Unabhängig davon, ob die Batteriesäure flüssig, gelartig oder ob eine verschlossene Rekombinationsbatterie mit Glasfiberseparatoren vorliegt, laufen in allen Fällen die gleichen chemischen Reaktionen ab. Ein vollgeladener Bleiakkumulator mit 6 Zellen enthält Schwefelsäure, eine GEL- Batterie Schwefelsäure in Form von Gel.
Sie haben eine Ruhespannung von 12,8 Volt. Die Elektroden (Batterieplatten) bestehen aus Blei mit großer Oberfläche (Bleischwamm) als negative Elektrode und Bleidioxid als positive Elektrode. Bei der Entladung wird die Schwefelsäure an den negativen und positiven Batterieplatten verbraucht. Dabei erfolgt unter Stromfluss eine chemische Umwandlung zu Bleisulfat und Wasser.
Gleichzeitig sinkt die Ruhespannung auf 11,7 Volt. Die negativen und positiven Batterieplatten sind jetzt mit einer Bleisulfatschicht überzogen, behalten aber ihre stromleitenden Eigenschaften, sodass beim anschließenden Ladevorgang die obigen Vorgänge wieder umgekehrt werden.
Um das bei der Entladung entstandene Bleisulfat (PbSO4) vollständig wieder in den negativen Bleischwamm (Pb) und in Bleidioxid (PbO2), in den positiven Platten umzuwandeln, ist eine Ladung von mindestens 12 Stunden mit einem geeigneten Ladegerät oder einem leistungsstarken Solarpaneel(en) erforderlich.
Unzureichend geladene oder tiefentladene Batterien führen bis zum Totalschaden!
Unzureichende Ladezeit, defektes oder ungeeignetes Ladegerät (siehe Kennlinie), zu viele oder nachträglich eingesetzte elektrische Verbraucher usw. verursachen Schäden und kontinuierlichen Leistungsverlust einer Batterie bis zum Totalschaden. Die Batterieplatten sulfatieren, es bilden sich Kristalle an den Platten.
Tiefentladungen einer Batterie verursachen in erster Linie nicht ausgeschaltete Verbraucher, auch sog. stille Verbraucher, solche im Milliampère-Bereich wie Uhr, Kontrolllichter, LED usw.
Tiefentladene Batterien können gefrieren. Gefrorene Batterien dürfen nicht geladen werden. Solche Batterien müssen ausgetauscht werden, weil die Platten durch Haarrisse beschädigt wurden.
Durch Schlammbildung am Boden älterer Batterien kann es durch Kurzschluss der Platten zum plötzlichen Ausfall kommen - auch wenn die Batterieprüfung kurz zuvor einwandfreie Ergebnisse geliefert hat. Der Einsatz von Batterien im Motorraum ist zu vermeiden. Ab ca. 50°C nimmt eine Batterie wenig bis keine Ladung mehr an. Ergebnis: Tiefentladung durch Einsatz von Verbrauchern möglich. Laufende Kontrolle durch Voltmeter sehr empfehlenswert.

Beispiel: Stille Verbraucher können eine Stromaufnahme von ca. 55 Milliampère haben. Das bedeutet, dass an einem Tag ca. 1,32 Ah aus der Batterie entnommen werden. Eine vollgeladene 75 Ah - Batterie ist somit nach rd. 2 Monaten restlos entladen.
Im tiefentladenen Zustand verlieren die Batterieelektroden, zumindest teilweise, ihre stromleitenden Eigenschaften, wodurch eine Wiederaufladung nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist. Dies trifft bei Batterien mit flüssiger Säure bereits nach ca. 1 Tag zu, bei GEL- oder Batterien mit Glasfiberseparatoren nach ca. 3-4 Wochen.
Als Folge einer solchen Schädigung kann nach eventueller Wiederaufladung nur mehr ein Bruchteil der theoretisch entnehmbaren Kapazität wieder entnommen werden oder die Batterie ist bereits durch einen Kurzschluss in einer der Batteriezellen zerstört.

Wie überprüft man den Ladezustand einer Batterie?
Der Ladezustand einer Batterie lässt sich mit einem Säureheber oder bei verschlossenen Batterien durch genaue Spannungsmessungen feststellen.

Ermittlung des Ladezustandes mit einem Säureheber (gemessen bei 25°C)
Volle Batterie 1,28 kg/l Säuredichte
Halbvolle Batterie 1,20 kg/l Säuredichte
Leere Batterie 1,10 kg/l Säuredichte

Ermittlung des Ladezustandes durch Spannungsmessung (bei 25°C)
Volle Batterie 12,7 Volt (100%)
Halbvolle Batterie 12,3 Volt ( 50%)
¼ volle Batterie 12,1 Volt ( 25%)
Tiefentladene Batterie unter 10,0 Volt

Werden Spannungsmessungen an 24 Volt Anlagen vorgenommen, gelten die doppelten Werte. Um genaue Daten zu erhalten, sollte vor einer Spannungsmessung die Batterie über einen längeren Zeitraum nicht beansprucht worden sein. (ca. 10-12 Stunden)

Megapulse, der Jungbrunnen für Ihre Batterie. Dieses neuartige Instrument verhindert weitgehend die Alterssulfatierung Ihrer Batterie bzw. baut bestehende Sulfatbildungen weitgehend ab. (Nähere Angaben finden Sie unter "Megapulse").

Batterieschaltungen

Parallelschaltung: Bei dieser Schaltung werden die Pluspole miteinander sowie die Minuspole miteinander verbunden. Die Spannung verändert sich nicht, die Kapazitäten der einzelnen Batterien werden addiert.
- Beispiel: Zwei 80 Ah/12 Volt Batterien werden in Parallelschaltung zu 12 Volt 160 Ah.

Reihenschaltung: Bei der Reihenschaltung wird der Pluspol der einen Batterie an den Minuspol der anderen Batterie angeschlossen. Die Spannung der einzelnen Batterien wird addiert, die Kapazität bleibt unverändert.

- Beispiel: Zwei 80 Ah/12 Volt Batterien werden in Reihenschaltung zu 24 Volt, 80 Ah. Batterien.
- Beispiel: Drei 80 Ah/12 Volt Batterien werden in Reihenschaltung zu 36 Volt, 80 Ah. Batterien
- Beispiel: Vier 80 Ah/12 Volt Batterien werden in Reihenschaltung zu 48 Volt, 80 Ah. Batterien

Batterieentsorgung:

Batterien, die nicht mehr gebraucht werden, müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Von der gesetzlich festgelegten Batterie Entsorgung sind nicht wieder aufladbare, also sogenannte Primärbatterien als auch aufladbare Sekundärbatterien, die sogenannten Akkumulatoren (Akkus) betroffen. Auch Autobattarien und Energiespeicherzellen in der Industrie bedürfen besonderer Verwertung. Sie gehören nämlich aufgrund von schädlichen Bestandteilen wie Blei, Cadmium oder Quecksilber nicht in die den Hausmüll oder andere Müllbehälter von wo aus ihre giftigen Schadstoffe in die Umwelt gelangen würden.

In Deutschland regelt die Batterieverordnung von 1998, dass Hersteller und Vertreiber verpflichtet sind die Batterien und Akkus zurückzunehmen und ordnungsgemäß zu beseiten oder zu verwerten. Auch Verbraucher sind gesetzlich verpflichtet das Batterierecycling zu unterstützen, indem sie die Sammelbehälter in Handelsgeschäften, Recyclinghöfe oder Schadstoffsammelstellen in Anspruch nehmen oder für Autobatterien das existierende Pfandsystem nutzen.

Sie können Ihre Altbatterie kostenlos bei den Wertstoffhöfen bzw. Recyclinghöfen Ihrer Stadt oder Gemeinde entsorgen. Bitte erfragen Sie in Ihrer Stadt oder Gemeinde, wo sich Wertstoffhöfe bzw. Recyclinghöfe oder Sammelbehälter befinden.

Gerne nehmen wir im Austausch Ihre alte Batterie entgegen, um sie dann ordnungsgemäß zu entsorgen.

Die Altbatterien müssen sicher und fachgerecht verpackt sein. Beschädigte oder aufgeplatzte Akkus müssen gegen das Auslaufen von Säure geschützt werden. Darüber hinaus sind die Kontakte gegen Kurzschluss (Brandgefahr) zu sichern und die Verpackung muss dem Gewicht der Akkus ausreichend dimensioniert sein. Akkus, die nicht entsprechend verpackt sind, werden weder von uns nicht angenommen.

Setzen Sie sich bitte in jedem Fall vorher mit uns in Verbindung. Nicht vereinbarte Rücksendungen, die bei uns Versandkosten verursachen, werden nicht angenommen und gehen an den Absender zurück.

Rückgabe an: Pike-Attack.de / Helmut Schoddel, Klosterstrasse 7, 53894 Mechernich